Die experimentellen und theoretischen Arbeiten unserer Forschungsgruppe Optische Fernmessung - Untersuchung atmosphärischer Prozesse mit optischen Methoden befassen sich mit der Entwicklung und Anwendung von Messinstrumenten zur optischen Fernerkundung atmosphärischer Prozesse. Mit diesen Messgeräten können die optischen und physikalischen Eigenschaften von Aerosolen und Wolken sowie allgemeine atmosphärische Zustandsparameter (Temperatur, Feuchte, Wind) bestimmt werden.
Unsere Gruppe betreibt vier komplexe Lidarsysteme (Lidar von engl. light detection and ranging). Das stationäre Dreiwellenlängen-Ramanlidar wird für Langzeitbeobachtungen von Aerosol- und Wolkeneigenschaften sowie zur Messung der meteorologischen Bedingungen am urbanen Standort Leipzig genutzt. Dieses Gerät ist auch Teil des europäischen Beobachtungsnetzwerks EARLINET (European Aerosol Research Lidar Network).
Mit unserem containergestützten Mehrwellenlängen-Ramanlidar tragen wir im Rahmen internationaler Messkampagnen in Europa (ACE-2, LACE, COPS), Asien (INDOEX) und Afrika (SAMUM) zu globalen Untersuchungen des Einflusses atmosphärischer Aerosole auf das Klima bei.
Mit unserem kohärenten Doppler-Windlidar WiLi untersuchen wir das dreidimensionale Windfeld in der atmosphärischen Grenzschicht. Dabei interessiert uns besonders die Vertikalwindkomponente. Durch die Kombination von Vertikalwind- und Aerosolmessungen mit verschiedenen Lidargeräten können Aussagen über Transport- und Mischungsprozesse in der unteren Atmosphäre gewonnen werden.
Sonnenphotometer- und Radiosondenbeobachtungen nutzen wir ergänzend bei der Auswertung unserer Messungen.