5. Leipziger Umweltstammtisch zur Leipziger Umweltzone, 10. Oktober 2012

  • Prof. Dr. Alfred Wiedensohler/TROPOS beim 5. Leipziger Umweltstammtisch, Quelle: Tilo Arnhold/TROPOS

  • 5. Leipziger Umweltstammtisch, Quelle: Tilo Arnhold/TROPOS

Beim 5. Leipziger Umweltstammtisch diskutierten am 10. Oktober Wissenschaft und Verwaltung über die Leipziger Umweltzone, die seit März 2011 in Kraft ist und innerhalb Leipzigs eine heftige Debatte ausgelöst hatte. Prof. Dr. Alfred Wiedensohler vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung stellte Messungen vor, mit denen TROPOS die Auswirkungen untersucht. Diese Messungen sind in ihrer Art in Europa einmalig und können auch als Entscheidungshilfe für andere Städte dienen. "Wir haben einen gesundheitsrelevanten Effekt der Umweltzone Leipzig festgestellt. Es wurde ein Rückgang des schwarzen, toxischen Kohlenstoffs (Ruß) von etwa einem Drittel nachgewiesen", so Alfred Wiedensohler (siehe Vortrag ). Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig berichtete anschließend über das Gesamtpaket zur Umsetzung des 2009 beschlossenen Luftreinhalteplans für Leipzig. Die Umweltzone ist dabei zwar die wichtigste und weitreichendste, aber auch nur eine von 48 Maßnahmen, die zusammengenommen die Einhaltung der EU-Grenzwerte für die Luftqualität erreichen sollen. In lockerer Atmosphäre entwickelte sich aus beiden Vorträgen eine anregende Diskussion. Der Umweltstammtisch wurde von FOKUS Umwelt organisiert. Zwei- bis dreimal im Jahr soll der Stammtisch den Austausch zwischen mit Umweltthemen befassten Behördenvertretern, Wissenschaftlern, Planern, Umweltschützern und Unternehmensmitarbeitern der Region Leipzig fördern. FOKUS Umwelt ist eine Initiative der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt , des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Umweltbibliothek Leipzig und des Fördervereins "Umweltinformationszentrum Leipzig-UiZ" e.V..