CHANCENGLEICHHEIT


Die Gleichstellungsarbeit am TROPOS hat das Ziel, Chancengleichheit, Diversität und Familienfreundlichkeit am Institut zu stärken. Gleichzeitig wendet sie sich gegen alle Formen der Benachteiligung und Diskriminierung. Das beinhaltet insbesondere Benachteiligung oder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, aufgrund von Behinderungen und der kulturellen oder sozialen Herkunft.

 

Den das TROPOS hat großes Interesse an vielfältigen, qualifizierten Mitarbeiter:innen. Auf dem Weg der Beseitigung struktureller Ungleichgewichte stellt der Gleichstellungsplan ein wesentliches Instrument dar. Durch seine Umsetzung soll die Chancengleichheit am TROPOS gefördert und nachhaltig gesichert werden.

Einen Schwerpunkt der Gleichstellungsarbeit bildet die Frauenförderung, was beispielsweise die Organisation von Workshops oder die Begleitung von Mentorinnenprogrammen für Forscherinnen umfasst, die eine Führungsposition oder Professur anstreben.
Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und gleiche Karrierechancen für Menschen aller Geschlechter am TROPOS zu ermöglichen.

Hier ist mehr zu den Grundlagen der Gleichstellungsarbeit am TROPOS zu finden.

 

Als Ansprechpartnerinnen rund um das Thema Gleichstellung und Chancengleichheit am Institut beraten die Gleichstellungsbeauftragten bei Interesse und Fragen - ebenso unterstützen sie vertraulich bei Belästigungen und Diskriminierungen aller Art.
Mitarbeitende können sich hier auch über Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Wissenschaft und privaten Fürsorgeaufgaben am TROPOS und institutsinterne Fortbildungsangebote in Bezug auf die Dimension Geschlecht informieren.

 

Dr.in  Birgit Wehner (r.)

Gleichstellungsbeauftragte
und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Beate Richter (l.)

Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte
und Assistenz der Direktion


 

Vereinbarkeit von Wissenschaft und Care-Aufgaben

Die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen sind wichtige Aufgaben und dürfen nicht zur Benachteiligung der Fürsorgenden führen. Vielmehr ist es deshalb Ziel des TROPOS, alle Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeitszeit und -ort zu nutzen, Wiedereinstiege nach Beurlaubungen zu erleichtern und individuelle Lösungen bei der Karriereplanung zu finden.

Nicht zuletzt stellt die Vereinbarkeit von Lohn- und Fürsorgearbeit auch eine grundlegende Voraussetzung für die Chancengleichheit der Geschlechter dar.

 

Seit 2011 ist das TROPOS mit dem Zertifikat zum Audit berufundfamilie ausgezeichnet, das als Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gilt. Nähere Informationen zur Zertifizierung sind hier zu finden.

Gemeinsam mit mehr als hundert Partnern beteiligt sich das Institut außerdem am Aktionsplan "Kinder- und familienfreundliche Stadt Leipzig". Mit ihrer Unterschrift verpflichtet sich das TROPOS dazu, Leipzig weiterhin als Stadt zu fördern, die für Familien attraktiv und lebenswert bleibt. Das Familienbüro stellt hierzu weitere Informationen und Adressen bereit.

Ebenfalls ist das Institut seit 2011 Mitglied im Dual Career Netzwerk Mitteldeutschland, welches Partner:innen bei der Arbeitssuche im Raum Leipzig/ Halle unterstützt, um die berufliche Integration der Lebenspartner:innen in der Region zu ermöglichen.

 

 


 

Diversitätssensible Sprache und Wissenschaft

Bei der Verwendung männlicher Sprachformen im alltäglichen Sprachgebrauch sind Frauen oft »mitgemeint«. Doch sozialpsychologische Studien zeigen etwas anderes: vielmehr schließt dieses sogenannte Generische Maskulinum Frauen und Personen anderen Geschlechts gedanklich aus.

Geschlechtersensible Sprache versucht deshalb, alle Personen gleichermaßen anzusprechen und zu repräsentieren – unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität. Damit möchte das TROPOS unter anderem dazu beitragen, die Sichtbarkeit von Frauen in akademischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen zu fördern und Chancengleichheit zu ermöglichen.

Wie das konkret umgesetzt werden kann, soll dieser Leitfaden zeigen. Es handelt sich hierbei lediglich um aktuelle Empfehlungen – Sprache befindet sich stets im Wandel, und auch neue Forschungsergebnisse erfordern eine aktive Reflexion.

 

Es kann hierbei also nicht um Perfektion oder »Political correctness« gehen, sondern vor allem darum, gemeinsam einen Blick für diskriminierende Sprache zu entwickeln. Entdecken wir einige solcher Wörter oder Sprachmuster bei uns, ist das keine persönliche Kritik an uns als Personen – es ist vielmehr eine Einladung, uns mit uns selbst, unserer Umwelt und unserer Gestaltungsmacht dieser auseinanderzusetzen.

 

Allgemein empfiehlt das TROPOS

  • Geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden
    ("Alle Mitarbeitenden", "Guten Tag Vorname Nachname", "Personen, die...")

oder als

  • Geschlechtsumfassende Benennung den Doppelpunkt zu nutzen
    ("der:die Wissenschaftler:in", "jede:r", "er:sie")

 


 

Gender Decoder

Forschungen zeigen, dass viele, zunächst neutral wirkende Wörter, letztlich mit Assoziationen verbunden sind, die männlichen oder weiblichen Stereotypen zugeschrieben werden. Hierbei wird auch von Geschlechtskodierung gesprochen. Unbewusst kann dies Einfluss auf die Lesenden haben – was beispielsweise bei einer Stellenausschreibung eine durchaus relevante Rolle dabei spielt, wer sich von ihr (nicht) angesprochen fühlt.

Nach dem Verfassen eines Textes selbst kurz zu überlegen, welche eigenen Geschlechts-Assoziationen beim genauen Lesen auftauchen und anschließend für ein ausgeglichenes Verhältnis an agentischen (stark männlich konnotierten) und kommunalen (stark weiblich konnotierten) Begriffen zu sorgen, kann hier oft bereits einen Unterschied machen.

Helfen kann dabei auch der Gender-Decoder, eine kostenlose Webanwendung der Technischen Universität München, die eingefügten Text auf Gender-Fairness untersucht:

 


 

Sprachempfehlungen des TROPOS:
Dokument


Umfassendere deutsche Sprachleitfäden:

Leitfaden der TU Berlin

Leitfaden der TU Dresden

Leitfaden der Universität zu Köln

 

Empfehlungen für die englische Sprache (auf Englisch):

UNESCWA Guidelines

Guide of the University of Kassel

 

Mehr Tipps zu Gendern & Co:

https://www.genderleicht.de/

https://geschicktgendern.de/

https://queer-lexikon.net/glossar/