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Aufgaben & Ziele


Das TROPOS-Hauptgebäude.
Das TROPOS-Hauptgebäude.

Das Wolkenlabor. (© Foto: Stefan Müller-Naumann)
Das Wolkenlabor.
(© Foto: Stefan Müller-Naumann)

TROPOS-Forschungsstation Melpitz bei Leipzig.
TROPOS-Forschungsstation
Melpitz bei Leipzig.


Auf dem Gelände des "Wissenschaftsparks Leipzig / Permoserstraße" , in guter Nachbarschaft zum Umweltforschungszentrum, anderen Forschungseinrichtungen und verwandten Firmen, befindet sich seit 1992 das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. Sein Name weist es als Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz aus. Gegründet wurde es zur Erforschung physikalischer und chemischer Prozesse in der belasteten Troposphäre.
Inzwischen hat sich ein klares und weltweit einzigartiges Forschungsprofi l herausgebildet, in dessen Mittelpunkt Aerosole, also kleinste luftgetragene Partikel und Wolken, stehen. Trotz geringster absoluter Mengen sind diese wesentliche Bestandteile der Atmosphäre, weil sie den Energie-, Wasser- und Spurenstoffhaushalt des Erdsystems beeinflussen. Menschliche Aktivitäten können die Eigenschaften dieser hochdispersen Systeme verändern und direkt sowie indirekt auf den Menschen zurück wirken. Das kann sowohl über die gesundheitlichen Wirkungen eingeatmeter Partikel und Nebeltröpfchen als auch über regionale und globale Klimaänderungen geschehen.
Trotz dieser wichtigen Beziehungen zwischen Mensch, Aerosolen und Wolken sind die physikochemischen Prozesse von Aerosol- und Wolkenbildung und die Wechselwirkungen mit Gesundheit und Klima noch wenig verstanden. Dies liegt vor allem an Schwierigkeiten bei der Analyse der beteiligten kleinsten Stoffmengen und an dem komplexen Verhalten troposphärischer Mehrphasensysteme, deren Einzelprozesse in der Atmosphäre nicht klar getrennt beobachtet werden können. In der gegenwärtigen Klimadiskussion zum globalen Wandel spiegelt sich diese Kenntnislage in den sehr viel größeren Unsicherheiten in allen zu Aerosol- und Wolkenwirkung veröffentlichten Zahlen im Verhältnis zu Treibhauseffekten der Gase wider.
Rasche Zuwächse beim Verständnis troposphärischer Mehrphasenprozesse und eine Anwendung dieses Prozessverständnisses auf die Vorhersage der Folgen menschlicher Eingriffe lassen sich nur durch ein konzertiertes Vorgehen in mehreren Richtungen erwarten. Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung betreibt daher neben Feldstudien in mehreren belasteten Regionen auch die Entwicklung eigener analytischer Verfahren zur Untersuchung von Aerosolen und Wolken. Diese Verfahren werden auch in ausgedehnten Laboruntersuchungen eingesetzt, der zweiten Hauptarbeitsrichtung des Instituts. Ein dritter, gleichermaßen wichtiger Arbeitsansatz ist die Formulierung und Anwendung numerischer Modelle von der Prozessbeschreibung bis zur Beschreibung der regionalen Bildung, Umwandlung und Wirkung troposphärischer Mehrphasensysteme.

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung Leipzig ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft (WGL). Ihr gehören insgesamt 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen sowie drei assoziierte Mitglieder an. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Institute 14.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind 6.500 Wissenschafter, von denen wiederum 2500 als Nachwuchswissenschaftler tätig sind. Näheres unter: http://www.leibniz-gemeinschaft.de .

Letzte Änderung: 2009-07-13

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