25. Oktober 2019 (N85°26 E127°50)

Polarnacht & Wetter

Polarnacht

Die Polarnacht ist auf der MOSAiC-Eisscholle eingekehrt. Dunkelheit prägt das Bild da die Sonne nicht mehr über den Horizont kommt. Statt dessen gibt es in der Mittagszeit nur noch wenig Restlicht wie in der Heimat weit nach Sonnenuntergang am Ende der Dämmerung.

https://follow.mosaic-expedition.org/blog/mosaic_25-10-19/?lang=de

Die Scholle triftet jetzt immer mehr nach Nordwesten Richtung Spitzbergen: https://www.awi.de/fileadmin/user_upload/MET/PolarsternCoursePlot/psobse.pdf 

 

Wie ist das Wetter auf FS Polarstern in der Arktis gerade?

Die aktuellen Daten zu Temperatur, Niederschlag und Wind gibt es jetzt auch stündlich beim Norwegischen Wetterdienst - inkl. Vorhersage: https://www.yr.no/en/forecast/daily-table/0-82/Polarstern

Mehr dazu in den PolarPredictNews auf Englisch: https://www.polarprediction.net/news.html

Diese Daten stammen von der Bordwetterwarte der Polarstern, die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) betrieben wird. Die aktuellen Wetterdaten sind auch online
beim DWD https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/schifffahrt/maritimberatung/mosaic/polarstern/polarstern_node.html
und AWI https://www.awi.de/nc/forschung/langzeit-beobachtung/atmosphaere/polarstern-eisbrecher.html

 

Die Polarstern in der Polarnacht. Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath (CC-BY 4.0)

04. Oktober 2019:
MOSAiC-Expedition startet Eisdrift auf einer Scholle bei 85 Grad Nord und 137 Grad Ost

Das MOSAiC-Team hat die Scholle festgelegt, die Ausgangspunkt für die einjährige Eisdrift mit dem deutschen Forschungseisbrecher Polarstern vorbei am Nordpol sein wird. Vorausgegangen ist eine intensive Suche per Satellitenbildern und Helikopter-Überflügen im Zielgebiet in der zentralen Arktis, die durch den vom Arktischen und Antarktischen Forschungsinstitut Russlands (AARI) betriebenen Eisbrecher Akademik Fedorov unterstützt wurde. Die beteiligten Wissenschaftler hatten 16 Schollen genauer untersucht, deren Satellitenaufnahmen vermuten ließen, sie wären groß genug für das Forschungscamp. Während einer Zusammenkunft auf der Polarstern werteten sie schließlich die Ergebnisse aus und einigten sich darauf, die Eisdrift auf einer etwa 2,5 mal 3,5 Kilometer messenden Scholle bei 85 Grad Nord und 137 Grad Ost vorzubereiten. Die Scholle, an der sich die Polarstern nun festfrieren lässt, driftet derzeit bis zu 10 Kilometer pro Tag in unterschiedliche Richtungen.

Mehr dazu unter: https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse-detailansicht/presse/eine-festung-aus-eis-und-schnee.html

 

Erste Forschergruppe auf der Scholle (Foto: Esther Horvath, AWI)

22. September 2019:
Auf dem Weg ins Packeis

Polarstern ist unterwegs in die nordöstliche Arktis. Die Vorbereitungen für die Arbeiten auf der Eisscholle laufen während dieser Transferfahrt auf Hochtouren. In der Barentsee boten sich nachts spektakuläre Anblicke von Nordlichtern, der Aurora Borealis:  https://follow.mosaic-expedition.org/blog/mosaic_22-09-19/?lang=de
Für unseren Lidarexperten ein seltener Anblick: Das grüne Licht des Lasers aus unserem OCEANET-Container trifft auf grüne Polarlichter.

 

"Leinen Los für MOSAiC Leg 1" - der erste Post im Polarstern-Blog von Marcel Nicolaus (AWI) vom 22.09.2019: https://blogs.helmholtz.de/polarstern/2019/09/leinen-los-fuer-mosaic-leg-1/

Mehr zum tagesaktuellen Geschehen auf Polarstern unter https://follow.mosaic-expedition.org/

 

Foto: Alfred-Wegener-Institut / Stefan Hendricks

Abschiedsparty zum Auslaufen der FS Polarstern in Hafen von Tromsø (Norwegen) am 20.09.2019

  • Foto: Ronny Engelmann, TROPOS

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Andreas Macke, TROPOS

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

  • Foto: Alfred-Wegener-Institut (CC-BY 4.0)

20. September 2019:
Abfahrt der Polarstern

Meldungen und Medienberichte zum Start:

Radiointerview auf detektor.fm mit Prof. Dr. Andreas Macke, zum Interview "Die größte Arktis-Expedition der Geschichte", 19.09.2019

Bericht im Tagesspiegel, zum Artikel "Eiskalte Forschung Warum Wissenschaftler den Winter in der Arktis verbringen", 18.09.2019

Bericht in der sächsischen Zeitung, zum Artikel "Sachsen lassen sich am Nordpol einfrieren. Heute beginnt Mosaic, die größte Arktis-Expedition aller Zeiten. Sächsische Forscher sind dort mit dabei - und auch die SZ", 20.09.2019

In Tromsö werden die letzten Container verladen. Der weiße OCEANET-Container von TROPOS (rechts in der Mitte) steht bereits auf dem Deck. Foto: Esther Horvarth, AWI

26. August 2019:
Abtransport Container & Ausrüstung

Jetzt geht’s los! Unser OCEANET-Container mit PollyNet-Lidar & anderen Geräten hat heute Leipzig verlassen. Ziel: Tromsö.

https://twitter.com/TROPOS_de/status/1166004044768456704

Foto: Tilo Arnhold, TROPOS

Vorbereitungen

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) wird sich federführend an zwei zentralen Messungen der MOSAiC-Kampagne beteiligen: Zum einen wird der OCEANET-Fernerkundungscontainer für die gesamte Eisdrift kontinuierlich die vertikale Aerosol- und Wolkenverteilung mittels Lidar, Radar und Mikrowellenradiometern erkunden. Zum anderen wird ein 90 Kubikmeter großer Fesselballon auf den Abschnitten 4 und 5 im Sommer 2020 mehrere Messsysteme bis in 1500 m Höhe bringen, um die arktische Grenzschicht möglichst genau auszumessen. TROPOS ist außerdem in die Fahrtleitung des Expeditionsabschnitts 5 eingebunden: Fahrtleiter dieses Abschnitts werden Prof. Dr. Dieter Wolf-Gladrow vom AWI und TROPOS-Direktor Prof. Dr. Andreas Macke sein.

siehe Pressemitteilung vom 27. Juni 2018

 

Von Mitte Januar bis Mitte Februar 2019 fand an der TROPOS-Station Melpitz bei Torgau eine Feldkampagne, die zur Vorbereitung auf die MOSAiC-Expedition diente.

siehe auch Kampagnenbericht von Februar 2019 und Video zu den Probemessungen von MDR Wissen

 

Im Winter hat das Leipziger Team in Melpitz den Auf- und Abbau des Fesselballons samt der daran angehängten Messtechnik geprobt. Foto: Tilo Arnhold, TROPOS

Ein Jahr eingefroren im Nordpolarmeer

MOSAiC - Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate

Es wird die größte Arktisexpedition aller Zeiten: Ab Herbst 2019 driftet der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern eingefroren durch das Nordpolarmeer. Auf der MOSAiC-Expedition erforschen Wissenschaftler aus 19 Nationen die Arktis im Jahresverlauf. Sie überwintern in einer Region, die in der Polarnacht nahezu unerreichbar ist. Allein die Naturgewalt der Eisdrift bietet ihnen diese einmalige Chance. Auf einer Eisscholle schlagen sie ihr Forschungscamp auf und verbinden es mit einem kilometerweiten Netz von Messstationen.

Kaum eine Region hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so stark erwärmt wie die Arktis. Ziel der Expedition ist es daher, den Einfluss der Arktis auf das globale Klima besser zu verstehen. Sie wird damit ein Meilenstein für die Klimaforschung, ihre Daten wertvoll für Generationen sein. Die Mission unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts ist verbunden mit noch nie dagewesenen Herausforderungen. Eine internationale Flotte von Eisbrechern, Helikoptern und Flugzeugen versorgt das Team auf dieser extremen Route. Nur mit geeinten Kräften kann die Expedition gelingen.

Trailer zur MOSAiC-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts

Erstmals wird der Forschungseisbrecher Polarstern eingefroren durch die zentrale Arktis driften. Archivfoto (Polarsternexpedition ANT-XXIX/6 2013): Alfred-Wegener-Institut/Stefan Hendricks