Absoluter und auf die Partikelanzahl normierte Residuengrößenverteilung für verschiedene Wolkentypen. ML und HL bedeuten mittlere Breiten (mid-latitude) bzw. hohe Breiten (high latitude).
Die CIRRUS-HL Mission ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von deutschen Forschungszentren und Universitäten im Rahmen HALO Schwerpunktprogramms (SPP-1294) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mithilfe des Forschungsflugzeug HALO. Ein Hauptziel der flugzeuggestützten Mission ist es neue Einsichten in die Bildung, die Eigenschaften und den klimatischen Einfluss von Eiswolken in hohen Breiten zu gewinnen, in der Region der Welt mit dem stärksten anthropogenen Anstieg der Oberflächentemperatur. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Untersuchung von Effekten des Flugverkehrs auf Zirren, der auch in Flügen über Zentraleuropa und über dem nordatlantischen Flugkorridor durchgeführt wurden. Die HALO Wolkenmission (22 Forschungsflüge) fand im Juni und Juli 2021 statt, in der in-situ und Fernerkundung Instrumentierung kombiniert wurde, mit state-of-the-art Wolkenproben und neuer Eisresiduen-, Aerosolpartikel-, Spurengas- und Strahlungs-Messgeräten. Mehr Details zu den wissenschaftlichen Fragestellungen, Forschungszielen, Instrumentierung, Flugstrategien und Teilnehmern ist auf der CIRRUS-HL Webseite verfügbar.
Der HALO-CVI (HALO-Counterflow Virtual Impactor) Wolkeneinlass des TROPOS wurde als ein Schlüsselinstrument bei CIRRUS-HL betrieben. Dieser spezielle Einlass sammelt innerhalb von Wolken flüssige Tropfen und/oder Eispartikel und stellt deren Residuen (CDR: cloud dropelt residuals; IPR: ice particle residuals) zur Partikelanalyse zur Verfügung. Mehr Einzelheiten über die Funktionsweise des CVI Prinzips sind hier zu finden (Virtueller Gegenstrom-Impaktor).